Die Fahrt nach Dachau – Ein Bericht von Pauline Ammon

Morgens, 7.15 Uhr. Die Klassenstufe 9 des Otto-Hahn-Gymnasiums wartet auf die Busse, die sie zur Gedenkstätte des Konzentrationslagers Dachau bringen sollen.

Nach einer fast dreistündigen Fahrt kamen wir endlich an. Dann ging es los: Klassenweise wurden wir Tourguides zugeteilt, die uns Führungen gaben.

Unsere Führung basierte auf dem Weg der Gefangenen im Konzentrationslager. Zuerst wurde uns eine Karte gezeigt, die das komplette Gebiet des KZs zeigte und welch kleinen Teil wir heute nur zu Gesicht bekamen. Dann wurde uns kurz die Schule der SS-Männer neben dem KZ vorgestellt. Weiter ging es zu dem sogenannten „Jour-Haus“ in dem die Wächter des KZ hausten und worunter sich der Eingang befindet. Hier erfuhren wir etwas von den ersten Erfahrungen der Häftlinge und wie sie der Außenwelt als „böse“ dargestellt wurden, wobei das KZ „Umerziehungslager“ betitelt wurde.

Die nächste Station fand auf dem Appellplatz statt, wo uns erklärt wurde, wie das KZ eigentlich ausgesehen hatte und welche zynischen Mittel die Wärter verwendeten um die Häftlingen glauben zu lassen, dass sie durch Arbeit frei kämen. Nach dem Appellplatz folgte das „Wirtschaftshaus“ (Hauptgebäude). Neben Arbeitsbereichen war hier auch der Aufnahmeort der Häftlinge, an dem ihnen alles –selbst der Name– abgenommen wurde. Daraufhin mussten die Häftlingen rasiert und nackt zur Desinfektionsstation. Uns wurde die Einheitsbekleidung sowie differenzierende Abzeichen gezeigt.

Kurz darauf lernten wir etwas über die in Dachau praktizierten Strafen. Dort war wohl die beliebteste Strafe das Auspeitschen. Für Station Nummer 7 verließen wir das Wirtschaftshaus und gingen in die „Bunker“: Zellen für „Sonderhäftlinge“ (z. B. Georg Elser). Hier hausten 4 Menschen auf engem Raum, wobei die Strom- und Wasserzufuhr von den Wärter geregelt wurde. Unvorstellbar, dass man hier zur Strafe teils 5 Tage in einem kleinen Bunker nahezu regungslos stehen musste. In den rekonstruierten Baracken der normalen Häftlinge, lernten wir einiges über deren Alltag und dass die Baracken nach „Rängen“ (vorne politische Gegner, hinten Juden) geordnet waren. Dann kamen wir auch schon zur letzten Station, dem von den Häftlingen selbst gebauten Krematorium, dessen Zweck ihnen unbekannt war. In Dachau wurden Tote verbrannt bis die Kohle ausging. Es gab auch eine vollfunktionsfähige Gaskammer, die unerklärlicherweise nie benutzt wurden. Nach dem Besuch des Krematorium endete unser Besuch in Dachau mit einer verkürzten Essenspause und wir fuhren wieder zurück.

Ein bedrückend eindrucksvoller Ausflug endete.

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